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Deckungsbeitrag im Handwerk – einfach erklärt

Umsatz ist nicht gleich Gewinn. Mit dem Deckungsbeitrag siehst du, welcher Auftrag wirklich zu deinen Fixkosten und deinem Gewinn beiträgt.

Meisterin analysiert Auftragszahlen am Laptop im Betriebsbüro

Was ist der Deckungsbeitrag?

Der Deckungsbeitrag (DB) ist der Betrag, der von einem Auftrag übrig bleibt, nachdem alle direkt zurechenbaren Kosten abgezogen sind. Dazu zählen Material, Fremdleistungen und die Lohnkosten der Stunden, die für den Auftrag gearbeitet wurden. Dieser Betrag „deckt“ deine Fixkosten – Miete, Fahrzeuge, Versicherungen, Büro – und erst was danach übrig bleibt, ist Gewinn.

Deckungsbeitrag = Umsatz − variable Kosten

DB-Quote = Deckungsbeitrag ÷ Umsatz × 100

Beispiel: Zwei Aufträge im Vergleich

Auftrag A: Badsanierung Auftrag B: Heizungstausch
Umsatz netto 12.000 € 15.000 €
Material 4.000 € 9.500 €
Stunden × 35 € Lohnkosten 80 Std. = 2.800 € 40 Std. = 1.400 €
Deckungsbeitrag 5.200 € 4.100 €
DB-Quote 43 % 27 %
DB je Stunde 65 € 102,50 €

Auf den ersten Blick wirkt Auftrag A besser: mehr Deckungsbeitrag, höhere Quote. Aber Auftrag B bringt pro Arbeitsstunde deutlich mehr. Weil Stunden im Handwerk die knappste Ressource sind, ist der Deckungsbeitrag je Stunde die aussagekräftigste Kennzahl.

Deckungsbeitrag je Stunde vs. Gemeinkosten

Jede produktive Stunde muss einen Teil deiner Fixkosten tragen. Diesen Anteil nennt man Gemeinkosten je Stunde:

Gemeinkosten je Stunde = Fixkosten pro Jahr ÷ produktive Stunden pro Jahr

Liegt der DB je Stunde eines Auftrags darunter, verlierst du mit dem Auftrag Geld – auch wenn er „Umsatz macht“. Liegt er darüber, trägt der Auftrag zum Gewinn bei. Deine Gemeinkosten je Stunde stecken auch in deinem Stundenverrechnungssatz. Einen Überblick über typische Kostenblöcke gibt der Artikel zu Fixkosten im Handwerk.

So nutzt du den Deckungsbeitrag im Betrieb

  • Vorkalkulation: Prüfe vor dem Angebot, ob der geplante DB je Stunde über deinen Gemeinkosten liegt.
  • Nachkalkulation: Vergleiche nach Abschluss geplante und tatsächliche Stunden und Materialkosten. Hier zeigt sich, wo Geld verloren geht.
  • Auftragsauswahl: Wenn du ausgelastet bist, bevorzuge Aufträge mit hohem DB je Stunde.
  • Preisverhandlung: Du weißt genau, wie viel Nachlass ein Auftrag verträgt – der Skonto- & Nachlass-Rechner hilft beim Durchrechnen.

Mit dem Deckungsbeitrag-Rechner rechnest du jeden Auftrag in Sekunden durch. In Hawepro siehst du Umsatz, Material und erfasste Stunden je Projekt an einer Stelle. Die Unternehmensstatistiken zeigen dir, welche Aufträge und Kunden sich wirklich lohnen.

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